Wenn Probleme zu groß wirken

Unsere Solarpunk-Zukunft hängt davon ab, dass viele Menschen ihren kleinen Teil dazu beitragen. Aber es ist gar nicht so leicht, damit anzufangen oder das beizubehalten, wenn man den Eindruck hat, dass der eigene Einsatz angesichts der globalen Krisen zu unbedeutend ist. Aber das ist er nicht – und die folgenden Bilder sollen zeigen, warum!

Aus kleinen Anfängen kann etwas Großes werden

Auf eine gewisse Weise ist Aktivismus ein Hobby wie jedes andere – wir fangen nämlich als Amateure damit an, haben noch keine Ahnung, was wir tun und wie. Wir machen kleine erste Schritte, probieren Dinge aus, lernen daraus und reflektieren. Das kann sich manchmal frustrierend anfühlen. Aber niemand hat direkt als Vorzeige-Aktivist:in angefangen, es ist ein kontinuierlicher Lernprozess.

Und das ist der springende Punkt: Wenn wir regelmäßig aktiv Dinge ausprobieren und merken, was daran funktioniert, können wir es beim nächsten Mal besser machen und so mit der Zeit immer wirkmächtiger werden. Gefühle von Selbstwirksamkeit gehören zu den schönsten Nebeneffekten von Aktivismus, insbesondere wenn wir auf etwas hinarbeiten, was uns wirklich am Herzen liegt.

Was wir tun, strahlt aus

Selbst wenn wir nur kleine Dinge angehen, besteht eine gute Chance, dass diese Veränderungen andere Menschen in unserem Umfeld erreichen und sie inspirieren. Die meisten Leute sind durchaus empathisch und wollen das Beste auch für andere. Aber sie wollen nicht die Doofen sein, deren Gutmütigkeit und Einsatz von anderen ausgenutzt oder für selbstverständlich erachtet wird.

Deswegen ist es umso wirkmächtiger, wenn man doch mal jemanden dabei sieht, etwas für das Gemeinwohl zu tun. Dieser Ansteckungseffekt ist zum Beispiel bei Photovoltaik gut belegt, und auch in anderen Bereichen fühlen sich Menschen inspiriert mitzumachen, wenn jemand quasi in Vorleistung geht. Und wenn diese wiederum andere Menschen inspirieren, gibt es eine Kettenreaktion!

Wir sind viele

Weltweit setzen sich jeden Tag Millionen Menschen dafür ein, eine Solarpunk-Zukunft möglich zu machen. Die meisten von ihnen kennen den Begriff gar nicht; sie tun vielleicht einfach das, was sie für richtig halten und was für sie und ihre Gemeinschaft wertvoll ist. Und den größten Teil von ihnen werden wir niemals kennenlernen.

Trotzdem können wir darauf vertrauen, dass das, was wir tun, ein Teil eines viel größeren Systems Sozialer Bewegungen und globaler Gemeinschaften ist. Einzeln mögen wir unbedeutend sein, und es stimmt, dass wir alleine nichts Großes verändern können. Aber wir sind nicht alleine. Wir sind viele.

Das Problem ist nicht so mächtig, wie es aussieht

Manchmal haben wir auch einfach zu viel Respekt vor den scheinbar übermächtigen Problemen. Wir bemerken dann nicht, dass diese nicht so stabil und unangreifbar sind, wie sie scheinen. Vor 50 Jahren galt Atomkraft als die Energiequelle der Zukunft, und das wurde in den meisten Kreisen kaum hinterfragt. Es wäre leicht gewesen, hier die Hoffnung zu verlieren und aufzugeben.

Das haben aber viele Anti-Atom-Aktivist:innen nicht getan! Über die Jahre haben sie es geschafft, die Probleme und Unzulänglichkeiten von Atomkraft ins Licht zu rücken – und zumindest in Deutschland dafür zu sorgen, dass die gefährlichen Kraftwerke abgeschaltet werden. Wie werden wohl Menschen in 100 Jahren auf unsere heutigen Probleme zurückblicken? Hoffentlich mit einer ähnlichen Perspektive!

Ein Gedanke zu “Wenn Probleme zu groß wirken

Hinterlasse einen Kommentar