Ist Pokemon Solarpunk?

Komm und schnapp sie dir: Pokemon ist inzwischen das größte Medienfranchise der Welt. Als Nintendo-Gamer und Kind der 90er hat Pokemon trotz aller Kommerzialisierung einen festen Platz in meinem Herzen. Viele Aspekte der Spiele, Serien und Filme haben dabei Solarpunk-Vibes.

Interessanterweise diskutieren schon seit einer Weile Menschen vor allem auf reddit, tumblr und in manchen Podcasts, ob Pokemon nicht auch Solarpunk sein könnte. Sie führen dafür einige gute Argumente ins Spiel: In den Spielen gibt es fast ausschließlich erneuerbare Energiequellen, Fahrräder und Zeppeline gehören zu den Haupttransportmitteln, Das Gesundheitssystem ist für alle kostenlos; Ökologie und Zusammenleben mit der Natur ist ein Kernthema, und große Teile der Welt wurden der Natur überlassen, in der vor allem wilde Pokemon leben. Außerdem sind die Menschen in dieser Welt so freundlich und leben so sicher, dass sie jederzeit Fremde in ihr Haus lassen, und dass auch schon 10-jährige (wie die Hauptperson) ohne Bedenken in die Welt hinausgeschickt werden können.

Alles schön und gut – nur leider besteht die zentrale Spielmechanik darin, denkende und fühlende Wesen anzugreifen, einzufangen und dann gegen andere kämpfen zu lassen. Viel weniger Solarpunk wird es nicht. Bis jetzt.

Denn ein Fan-Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, innerhalb der Pokemon-Welt eine Region zu erschaffen, in der Geld der Vergangenheit angehört, alle Grundbedürfnisse erfüllt werden – und Pokemon als Personen anerkannt werden, die selbst über ihr Leben entscheiden. Auch über Pokemon hinaus ist Fan-Fiction wie diese IMO eine großartige Möglichkeit, Solarpunk-Ideen zu verbreiten.

Ist Pokemon jetzt Solarpunk? Als ganzes sicher nicht. Aber Elemente sind da, und mit einem kleinen Stupser von Fans wie diesem können diese weitergedacht werden!

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