Der Klimawandel trifft tendenziell die Menschen am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Gegen diese Ungerechtigkeit kämpft die globale Klimagerechtigkeitsbewegung – und es gibt ein paar tolle Bilder, die diese Bewegung greifbarer machen.
Photovoltaik hat sich in den letzten Jahren in Deutschland massenhaft dezentral verbreitet. Die Solarpunk-Vision einer autarken, klimafreundlicheren Energieversorgung rückt damit etwas näher. Dies ist auch eine Erfolgsgeschichte einer gesellschaftlichen Transformation, vorangebracht durch Do It Yourself und Ungehorsam (beides zentrale Merkmale von Punk), durch ernste globale Krisen, soziale Vorbilder und positive gesellschaftliche Ansteckungseffekte.
Photovoltaik-Anlage am 4-Häuser-Projekt in Tübingen. Foto: Marc Amann
Solarpunk unterscheidet sich von anderen Fantasy- und Science-Fiction-Genres, weil die Geschichten darin sowohl wünschenswert als auch realistisch sind. Dieses Schema kann helfen, das Genre besser zu verstehen, Geschichten darin einzuordnen – und auch neue Geschichten zu entdecken, die unsere Vorstellungskraft von besseren Zukünften stärken.
In 20 Jahren könnten deutsche Städte und Dörfer viel menschenfreundlicher sein als heute – und dabei noch toller aussehen! Menschen von Reinventing Society haben sich vorgestellt, was bis dahin passieren könnte – und ihre Ideen auch visuell umgesetzt.
Die Hoffnungsschimmer-Reihe von Susan Kaye Quinn spielt in einer von Pandemien und Hitzewellen traumatisierten Welt. Vier Menschen kämpfen stellvertretend für Milliarden dafür, die Hoffnung nicht zu verlieren, der Macht von Kooperation zu vertrauen und die Welt endlich unabhängig von fossilen Brennstoffen zu machen.
Solarpunk ist nicht nur Bewegung und Literaturgenre – tatsächlich liegen seine Wurzeln eher in einer Ästhetik, die sich von der Neon-beleuchteten Hoffnungslosigkeit im Cyberpunk und der mechanisierten Rückwärtsgewandtheit im Steampunk absetzen wollte.
Wälder, Wiesen, Windturbinen: Screenshot aus „Dear Alice“
Die zweiteilige „Parabel“-Romanreihe ist ein Science-Fiction-Klassiker aus den neunziger Jahren, der erst im Nachhinein von vielen als Solarpunk klassifiziert wurde. Die Welt der Romane ist brutal, traumatisierend – und leider alles andere als unrealistisch. Trotzdem enthält sie genügend hoffnungsvolle Elemente, dass das Label meiner Meinung nach gerechtfertigt ist.
Im Jahr 2048 gibt es keine CO²-Emissionen mehr, die Städte sind autofrei und die Technik ist an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichet – jedenfalls, wenn es nach den Visionen des Konzeptwerk Neue Ökonomie geht.
Selbstverwaltete Gemeinschaften sind an die Stelle von Staaten und Konzernen getreten, und sie sind auf einem guten Weg, die Schäden der fossilen Ära rückgängig zu machen. Doch dann tauchen Außerirdische auf, die unsere Zivilisation retten wollen – vor unserem eigenen Planeten, den sie für zu gefährlich halten…
Auch wenn wir Solarpunk meistens in der Zukunft verorten – es gibt auch heute schon viele Orte in Städten und Dörfern, die die Werte und Ideale dieser Bewegung tragen! Vielleicht gibt es welche davon auch bei dir in der Nähe?